VON SINNEN

12.9.14 Erotik und Kulinarik

Christine Sommer und Martin Brambach lesen aus ›Das erotische Kochbuch‹

In Kooperation mit dem Restaurant Schiffchen im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

Köchinnen und Küsse, Kräuter und Koitus, Vorspiel und Zubereitung, Schmorenlassen oder Köcheln, Dessert, Düfte und Dessous: Abwechslung erfreut sowohl beim Kochen wie in der Erotik all jene, die genießen gelernt haben. In beiden Sphären wird genascht, geschleckt, geschmeckt, geschnuppert, geknabbert und verschlungen – mal geht’s um den Quickie, mal ums vielgängige Menü, mal um den Wein und mal ums Weinen. Kein Wunder, dass in literarischen Texten von jeher Phantasie, Küche und die Kunst des Liebens als Würze des Lebens zusammenkommen. Schriftstellerinnen und Schriftsteller liefern durchaus gern einmal ein Rezept für eine gute Mahlzeit gratis. Manuel Vázquez Montalbán hat das in seinen Krimis zur Kunst erhoben und sogar den Stockfisch (Bacalao) gepriesen, der in der Erotik kaum eine Chance bekäme. Viele andere Texte spielen in Küchen, auf dem Liebeslager, sprechen von allen Körperöffnungen erzählend auch alle Sinne an. Eine der schönsten Sammlungen dazu erschien 1997 bei Eichborn, ›Das erotische Kochbuch‹. Darin Texte von Anaïs Nin oder T. C. Boyle, von John Updike oder Fay Weldon.

Martin Brambach war u. a. am Schauspielhaus Bochum, dem Wiener Burgtheater und der Schaubühne Berlin festes Ensemblemitglied. Seit August 2001 ist er freiberuflich tätig und spielt nun hauptsächlich Film- und Fernsehrollen, so u. a. in ›Comedian Harmonists‹, ›Goodbye Lenin‹, ›Das Leben der Anderen‹ und ›Der Vorleser‹.
stibitz-management.at/actor/martin_brambach

Christine Sommer machte ihr Schauspiel-Diplom am Max Reinhardt Seminar in Wien. Sie spielte zuletzt in Kinofilmen wie ›Frauen‹ und ›Getrennte Wege‹, in vielen TV-Serien und -Filmen wie ›Die Chefin‹ oder ›Der letzte Bulle‹. Bei den Ruhrfestspielen sah man sie in ›Love Letters‹ oder mit ihrem Soloabend ›Hollywood Babylon‹. christinesommer.de

Der Verzehr von Speisen ist an diesem Abend im Schiffchen nur von 18 Uhr bis zum Veranstaltungsbeginn um 20 Uhr möglich.


Foto: Lalo Jodlbauer
Foto: Niko S. Reich

Freitag
12. September 2014, 20 Uhr

Schiffchen im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt
Apostelstraße 84
47119 Duisburg

Eintritt: 8 €
(Vorverkauf & Abendkasse)
Karten direkt im Schiffchen oder im Gemeindehaus Ruhrort
Dr. Hammacher-Straße 6
47119 Duisburg
(Mo 8 – 13 Uhr; Di – Fr 8 – 17 Uhr), telefonisch dort unter
02 03 . 80 63 10 und im Literaturbüro Ruhr unter
0 20 43 . 99 26 44
schiffchen-duisburg.de